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Einen Roland konnte man früher oft auf Marktplätzen oder zentralen Plätzen der Städte finden. In einigen Städten sind diese noch erhalten, so z. B. in Brandenburg, Halberstadt, Nordhausen, Zerbst, Quedlinburg etc. Der älteste Roland in Deutschland, der noch erhalten ist, befindet sich in Bremen, der größte in Wedel.

Bereits im 15. Jahrhundert gab es vermutlich ein Rolandstandbild in unserer Stadt. Die erste urkundliche Erwähnung einer Symbolfigur des Rechts und der Privilegien stammt aus dem Jahre 1518. Innerhalb einer Aktennotiz wurde von der "Erneuerung des Burger Rolands" berichtet.

Der jetzt rekonstruierte Roland geht auf eine Steinfigur aus dem Jahr 1581 zurück. Dieser stand bis 1823 wohlerhalten am Gildehaus, am neuen Markt (heute Rolandplatz). Im Zuge des Umbaus des Gildehauses zum Gasthaus wurde der Roland von der Wand gelöst und in seine Einzelteile zerlegt. Im Laufe der Zeit veränderten sich die repräsentativen Steinbrocken in recht profane neue Nutzungsformen wie Futtertrog, Treppenstufen und Radabweiser. Nur der Kopf-Brust-Abschnitt blieb in einem jämmerlichen Zustand erhalten.

Diesen Torso entdeckte 1840 der junge Schriftsteller Theodor Fontane, auf dem Hof des Gasthauses. Erschüttert von diesem Rolandschicksal verfasste er innerhalb seiner literarischen Federzeichnungen "Burg an der Ihle" ein deftig satirisches Gedicht. Dieses Gedicht, hat vermutlich den letzten Rest des Burger Rolands gerettet.

Der Torso wurde 1861 in die Gestaltung der Westfassade des nunmehrigen "Hotel Roland" eingefügt. Nach Abbruch des alten Rolandhotels 1968 wurde er längere Zeit auf dem städtischen Bauhof deponiert und fand vorübergehend seinen Standort an der Rathausfassade in der Oberstadt.

Seit 1990 wurde die Rekonstruktion des Burger Rolands zielstrebig in Angriff genommen. Der originale Restbestand wurde sorgfältig restauriert und die vollständige Rekonstruktion des historischen Burger Rolands begonnen. Nach den zeichnerischen Entwürfen des Burger Formgestalters Klaus Nusser und der Modellgestaltung des Magdeburger Bildhauers Klaus Thiede wurde das Monument aus Nebraer Sandstein geschlagen. Voraussetzung für die Wiedergeburt des Rolands waren zahlreiche Spenden, ein Zuschuss der Stadt Burg sowie Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt.

Unsere Roland-Apotheke wurde ganz in der Nähe des ursprünglichen Standortes des alten Rolands im Jahre 1997 eröffnet, noch bevor die Rekonstruktion und der neue Standort des neuen Rolands feststanden.
Wie schön, dass der Roland seit dem letzten Jahr endlich einen ehrenvollen Platz in der Stadt gefunden hat - nur ein paar Meter von uns!